Jena wird wie kaum eine andere Stadt im Umfeld von Burgen eingerahmt. Dies wird bereits in vorgeschichtlicher Zeit mit Höhensiedlungen auf dem Jenzig und dem Johannisberg sowie im näheren Umfeld auf dem Alten Gleisberg sichtbar. Insbesondere in der Spätbronze- und Eisenzeit war man offensichtlich bestrebt, das Saaletal bei Jena als wichtige Nord—Süd-Verbindung mit Höhensiedlungen bzw. Burgen zu schützen. Danach folgten mit Römischer Kaiser- und Völkerwanderungszeit mehrere Jahrhunderte ohne Höhensiedlungen bzw. Burgen im Saaletal. Ein neuer Burgenbau setzt erst wieder im Frühmittelalter ein, vor allem der Johannisberg erlebt in frühmittelalterlicher Zeit eine erneute Nutzung, die sicher im Zusammenhang mit dem Saaleübergang bei Burgau zu sehen ist. Im 10. Jahrhundert hatte die Burg auf dem Johannisberg dann jedoch ihre Bedeutung endgültig verloren.