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Der Schädelfund von Weimar-Ehringsdorf

Der Schädelfund von Weimar-Ehringsdorf
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Die außerordentliche Bedeutung des Schädelfundes von Weimar- Ehringsdorf für die ganze paläolithische Forschung rechtfertigt es, in einer monographischen Darstellung mit der Beschreibung des Schädels eine Schilderung der geologischen Verhältnisse des Fundgebietes, sowie der Werkzeuge, deren sich der Mensch von Ehringsdorf bediente, zu verbinden. Wenn auch der Erhaltungszustand des Schädels selbst infolge des eigenartigen Schicksals, das er vor der Fossilisierung erlitt, zu wünschen übrig läßt und darum nur eine Rekonstruktion ein Bild seiner ursprünglichen Form zu geben vermag, so liegt der besondere Wert des Fundes doch darin, daß der Schädel mitsamt der ihm zugehörigen Umwelt an Tieren, Pflanzen und Kulturerzeugnissen in ihren natürlichen Lagerungen im Kalktuff eingebettet und so erhalten wurde. Dieser glückliche Umstand wird nur dadurch etwas beeinträchtigt, daß die Art der Entstehung der Kalktuffe zurzeit noch nicht eindeutig aufgeklärt werden kann, und daß darum über den Zustand der Lagerungsstätte des Schädels zur Zeit seiner Einschließung in den Kalk keine einheitliche Auffassung herrscht.
Nach der aber als allgemein richtig angenommenen Ansicht sind die Tier- und Menschenreste der Ehringsdorfer Lagerstätten in zeitweise vorhanden gewesene Wassertümpel geraten und dann in und mit den in ihnen sich abspielenden Bodenbildungen festgeworden. Dabei ist es fraglich, ob es zur Absetzung eines Kalkschlammes, also einer mehr oder weniger wasserreichen, plastischen Masse kam, die bei Abfluß des Wassers erst erhärtete, oder ob im Wasser von vornherein durch Ausscheidung an den Oberflächen von Wasserpflanzen Kalkkrusten entstanden, die eine etwas festere und mehr sandige Beschaffenheit des Bodens bedingten. Diese Frage ist, abgesehen von ihrer geologischen Bedeutung, für den Schädelfund deswegen von einigem Interesse, weil der Schädel vor oder bei dem Einschluß in den Kalktuff durch irgendeine Gewalteinwirkung zerdrückt wurde und die einzelnen Bruchstücke sich dabei, ohne ihren ursprünglichen Platz wesentlich zu ändern, teilweise verlagerten und so fixiert wurden. Das hat zur Voraussetzung, daß die den Schädel einbettende Gesteinsmasse vor ihrem Festwerden einen gewissen Grad von Plastizität besaß.
Bücher
Autor / Herausgeber Fritz Wiegers, Franz Weidenreich & Erich Schuster
Größe 26,5 x 17,5 cm
Einband Hardcover
Ort / Erscheinungsjahr Gera, Reprint der Original-Ausgabe von 1928, 1.Auflage 2013
Details 204 Seiten, 136 Abbildungen
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Verlag Beier & Beran © 2021