Praehistoria Thuringica Heft 17
Bestellnummer: 1-15-17
ISBN: 9783957412737
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Der schmalrückige und steile Höhenzug von Hainleite, Schmücke und Finne schließt als eine natürliche Grenze das Thüringer Becken nach Nordosten ab. Er bildet für den Fernverkehr aus südlich-südwestlicher und nordöstlich-nördlicher Richtung - weniger für den Lokalverkehr - ein großes Hindernis. Um dieses zu umgehen, bietet sich mit dem Unstrutdurchbruch bei Sachsenburg ein Paß an, der den Namen ‚Porta Thuringica‘ trägt (auch ‚Sachsenpforte‘, ‚Unstrutpforte‘). Er liegt günstig genug, um über Erfurt mit dem Verkehrskap des Thüringer Waldes bei Eisenach und dem wirtschaftlich wie verkehrstechnisch wichtigen Ostharzvorland und dem Magdeburger Gebiet die kürzeste Verbindung zu ermöglichen. Er ist eine jener Ursachen, die diese Verbindung zu einer geografischen natürlich bedingten ‚Verkehrsleitlinie‘ gestalten. Die Straße, die im Mittelalter durch den Paß führte, ist als ‚Hauptgeleitsstraße‘ bekannt geworden. Das ‚Geleit‘ beanspruchten die Burgherren von Sachsenburg. Durch den Bau der zwei mittelalterlichen Burgen hoch über der Pforte - der Haken- und der Sachsenburg und sicher gab es Vorgängerburgen - zeigt sich noch deutlicher die Bedeutung, die der Paß hatte. Diese ist eigentlich auch für eine dichte und kontinuierliche Besiedlung der Umgebung ausschlaggebend gewesen. Diese soll in der vorliegenden Arbeit von ihren Anfängen in der ausgehenden Alststeinzeit - legen wir uns mit 15 tsd. Jahren v. Z. fest - bis zum frühen Mittelalter verfolgt werden. Als Arbeitsraum wurde die unmittelbare Umgebung der Porta Thuringica gewählt. Er umfaßt die Gemarkungen Odisleben, Heldrungen mit Braunsroda, Oberheldrungen mit Harras und Hauteroda nordöstlich sowie Sachsenburg, Kannawurf, Gorsleben, Etzleben, Hemleben und Beichlingen südwestlich des Hainleite-Schmücke-Höhenzuges. Wir berücksichtigten auch Funde jenseits dieser Gemarkungen...
| Bücher |
| Autor / Herausgeber |
Hrsg. von Dietrich Mania |
| Größe |
22 x 15 cm |
| Einband |
Broschur |
| Ort / Erscheinungsjahr |
Langenweißbach 2026 |
| Details |
158 Seiten, Beiträge zum Stand der Forschung, reich bebildert, Farbtafeln, |
| Verlag |
Archäologischer Fachverlag Beier & Beran |